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Die Legende des Parfüms Kámala

 

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Die Legende des Parfüms Kámala

Es erzählt uns die Legende, dass Muntaz eine der Frauen eines mächtigen Maharája im Norden Indiens war. Entmutigt sah sie wie ihr Herr die anderen Frauen bevorzugte, während sie zurückgewiesen wurde. Obwohl sie das Herz des Königs zu erobern versuchte, indem sie sich reizend machte und ihn in der besten Art und Weise bediente, wirkte nichts. Die anderen mussten in der Kunst der Liebe besser geübt sein und genossen die Vorteile der Zufriedenheit des Marajás.

Eines Tages suchte Muntaz einen weisen Magier auf, damit er ihr einen Liebesfilter vorbereitet, mit dessen Hilfe sie das Herz des Königs gefangen nehmen könnte. Der Magier, Untertan dieses Herrschers, weigerte sich aber ihr zu helfen, aus Furcht vor den Konsequenzen, falls er erwischt wurde.

Von Hoffnungslosigkeit erfüllt, zog sich Muntaz zu den sekundären Aufgaben der weniger wichtigen Frauen zurück und gab ihren Tätigkeiten große Acht, denn die Könige pflegten die Frauen töten zu lassen, die ihnen Unannehmlichkeiten bereiteten.

So widmete sie sich der Kunst der Parfümerie, die in den früheren indischen Höfen ein sehr hohes Ansehen genossen. Abgesehen von dem Weihrauch wurde die Verwendung von Springbrunnen sehr geschätzt, die, zur Ergötzung des Monarchen und seiner Gäste, statt normalem Wasser, Duftwasser sprudelten.

Zeiten später wurde das Reich von Parfümeuren besucht, die Gaben für den Maharája bei sich hatten, die aus den nobelsten Formeln aus der gesamten Welt bestanden, einschließlich aus Europa. Muntaz wurde beauftragt, sie als Gastgeberin zu bedienen und alles von ihnen zu erlernen, um ihr eigenes Können und Wissen zu erweitern.
Der Oberparfümeur, ein älterer Mann, dessen Erfahrung ihn zu einem Beobachter beneidenswerter Schärfe gemacht hatte, richtete sich an Muntaz und erkundigte sich:

„Meine Hoheit, ich habe bemerkt, dass das Herz einer gewissen Hofdame aufgrund der fehlenden Erwiderung der Liebe, die sie ihrem Manne aufbringt, traurig ist“.

“Verehrter Herr, Deine Empfindsamkeit könnte die Privatsphäre dieser Dame gefährden”, antwortete die unglückliche Gattin mit unverhehlbarer Traurigkeit.

“Ich versichere, dass sie dieses Risiko nicht eingehen wird, denn ich kann jener Herrin mit aller Unauffälligkeit helfen“.

Diese Worte hörend, verrieten Muntaz Augen sofort die Neugierde, den Wunsch und die Hoffnung. Der Greis bemerkte dies und fühlte sich ermutigt fortzuführen:

“Eine der am besten aufbewahrten Formeln, die ich im Gedächtnis habe, ist die des Parfüms namens Kámala. Sein mächtiges Aroma ist in der Lage die Liebe des Mannes und der Frau zu erwecken, indem sie den Wunsch der beiden Partner so intensiv stimuliert, dass sogar die Vitalflüssigkeiten impotenter Männer und frigider Frauen wiederhergestellt werden können. Dieses geheime Parfüm wurde ursprünglich angefertigt mit dem Ziel, die Energie der Personen zu erhöhen, um in ihnen die Kraft der Kreativität, der Sensibilität und der Dynamik für die intellektuelle Arbeit zu erwecken. Die Antiken beobachteten aber, dass unter seiner Wirkung andere Äußerungen zum Vorschein kamen, die das Liebesleben bereicherten. Da tauften sie ihn mit dem Namen Kámala, was Lotusblume bedeutet. Ich werde Dir diese Formel beibringen, damit Eure Hoheit der betroffenen Dame, oder jeder anderen, die sie benötigt, helfen kann.“

Nachdem sie all dies gehört hatte, konnte Muntaz das Angebot nicht zurückschlagen. Daraufhin sagte ihr der weise Parfümeur:

“Es ist notwendig die stärksten Fixierer der Natur zu verwenden, damit dieses Öl so am Körper haften bleibt, dass es sein Parfüm über viele Stunden und sogar Tage ausströmt. Ambra, Zibet und Moschus verleihen ihm die Faszination der Sinnlichkeit. Andererseits gewähren ihm Sandelholz, Lavendel und Rosenblüten aus guter Herkunft den Adel, die Zartheit und die romantische Note des Bouquets. Dies ist ein großes Geheimnis der orientalischen Parfümerie, die der Okzident noch nicht kennt. Danach muss nur noch mit diesen siebzehn natürlichen Essenzen temperiert werden, bis er ganz samtig und weich wird. Schließlich muss der Kámala zum reifen in ein Kristallgefäß gefüllt werden, dessen Deckel für ein Jahr geschlossen bleiben muss und in einem luftigen, sonnengeschützten Ort aufbewahrt wird. Nur nach dieser Zeit kann er verwendet werden. Aber Achtung: die Formel muss in einer Nacht mit zunehmenden Mond vorbereitet werden und das Siegel darf erst in einer Nacht des gleichen Mondes zerbrochen werden.“

Muntaz fuhr haargenau fort, wie es ihr beigebracht wurde. Ein Jahr später öffnete sie, sehr aufgeregt, die Flasche. Der Duft durchströmte ihre Gemächer. Gemäß den Instruktionen des alten Parfümeurs, widerstand Muntaz der Versuchung und benutzte lediglich drei Tropfen auf der Handfläche, rieb ihre Hände und mit ihnen ihren Hals, Schoß und Haare.

In dieser Nacht brachte sie, absichtlich, dem Maharája die Süßigkeiten. Als dieser das berauschende Parfüm spürte, war es so, als ob er sie in all den Jahren zum ersten Mal bemerkte. Er bat sie zu bleiben und sich zu ihm zu setzen. Er fragte sie, warum sie sich distanziert hatten und gestand ihr, dass er sich wünschte mehr Zeit mit ihr zu verbringen.

So eroberte Muntaz Tag für Tag immer mehr das Herz des Königs, bis er schließlich leidenschaftlich in sie verliebt war und sich nicht mehr für die anderen Frauen interessierte.

Man erzählt sich, dass nachdem Muntaz gestorben war, der Maharája ein riesiges und wunderschönes Mausoleum aus weißem Marmor errichten ließ, so wie es keines gleichen in ganz Indien jemals gab. Und, dass er im Palast seine Gemächer mit Spiegeln füllte, die so ausgerichtet waren, dass, wo auch immer er war, er sie in ihrer letzten Ruhestätte sehen konnte. Heute ruht er neben ihr, wodurch er seinen Schwur ewiger Liebe erfüllt.

 

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